BIN 4

Kooperationen

Basierend auf der „Kooperationsvereinbarung über die Einrichtung eines Partnerinstituts am Standort Göttingen“ zwischen der Georg-August-Universität Göttingen/Universitätsmedizin Göttingen und dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e. V. in Bonn wurde ein gemeinsames Forschungsgebäude geschaffen. In diesem ist das Center for Biostructural Imaging of Neurodegeneration (BIN) der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und ein Standort des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) untergebracht.

Der Forschungsstandort Göttingen ist aufgrund seiner großen fachlichen Kompetenz hinsichtlich neurodegenerativer Erkrankungen ausgewählt worden. Experten beider Einrichtungen sollen die vorhandene grundlagenwissenschaftliche Expertise auf dem Gebiet der Alzheimerschen Erkrankung bündeln, eine Translation auf dem Weg von innovativen Molekülen vom Tiermodell zum Menschen über moderne Bildgebung ermöglichen, um kausale Therapieansätze in die Behandlung von Patienten mit M. Alzheimer zu implementieren.

DZNE Göttingen

Der Standort in Göttingen ist ein naturwissenschaftliches Forschungsinstitut mit dem Schwerpunkt neurodegenerativer Erkrankungen. Der Fokus der wissenschaftlichen Arbeit liegt darin, die Mechanismen zu verstehen, welche zu neurodegenerativen Erkrankungen wie Morbus Alzheimer führen. Darauf basierend wird das DZNE die Entwicklung von Biomarkern und neuen therapeutischen Ansätzen für demenzielle Erkrankungen vorantreiben.

Das zentrale Thema des DZNE ist es, den Einfluss von Genom-Umwelt Interaktionen bei sporadischen neurodegenerativen Erkrankungen zu verstehen. Dieses ist vor dem Hintergrund zu verstehen, dass insbesondere komplexe neurodegenerative Erkrankungen wie Morbus Alzheimer multifaktoriell und polygenetisch sind. Umwelteinflüsse haben daher einen signifikanten Einfluss auf die Ätiologie solcher Erkrankungen. Genome-Umwelt Interaktionen werden durch epigenetische Prozesse der DNA-Methylierung, Histon-Modifizierung und durch nicht kodierende RNAs vermittelt. Die De-Regulation epigenetischer Prozesse ist entscheidend in die Pathogenese neurodegenerativer Erkrankungen involviert. Dieses bietet die Möglichkeiten, neue therapeutische Strategien zu entwickeln.

Das Forschungsprogramm wird derzeit durch vier Gruppen vertreten:

  • Epigenetik neurodegenerativer Erkrankungen
    Leitung: Prof. Dr. Andre Fischer (gleichzeitig Standortsprecher DZNE)
  • Genomische Plastizität bei Neurodegenerativen Erkrankungen
    Leitung: Dr. Farahnaz Sananbenesi
  • Strukturbiologie bei demenziellen Erkrankungen
    Leitung: Prof. Dr. Markus Zweckstetter